Krisen- und Katastrophenvorsorge

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Informationen zu Maßnahmen bei Stromausfall, Feuer, Naturkatastrophen, Hochwasser, Sturm, Hitze, Kälte, Schnee

Krisen und Katastrophen können uns jederzeit treffen. Die Vorsorge ist Aufgabe jedes einzelnen. Der Staat kann nur die Abwehr im Katastrophenfall übernehmen. Jeder einzelne sollte für sich und seine Angehörigen vorsorgen. Dazu zählen die nachfolgenden Punkte:

Lebensmittel und Getränke

(pro Person für etwa 10 Tage)

Getränke: Ca. 2 Liter Wasser pro Tag (zum Trinken und Kochen), Tee, Saft.

Getreideprodukte: Nudeln, Reis, Haferflocken, Zwieback, Knäckebrot, Vollkornbrot.

Obst & Gemüse: Konserven (Bohnen, Erbsen, Mais, Tomaten), Sauerkraut, getrocknete Früchte.

Fleisch & Fisch: Konserven (Fisch, Corned Beef), Trockenfleisch, Dauerwurst.

Milchprodukte: H-Milch, Milchpulver, Käse.

Fette & Öle: Speiseöl, Margarine.

Süßes & Snacks: Honig, Zucker, Kekse, Nüsse.

Sonstiges: Salz, Gewürze, Kaffee, Tee, Instant-Suppen. 

Weitere wichtige Dinge

Hausapotheke: Verbandsmaterial, Desinfektionsmittel, persönliche Medikamente.

Hygiene: Seife, Zahnpasta, Toilettenpapier, Feuchttücher, Müllbeutel, evtl. Camping-WC

Ausrüstung: Campingkocher, Gaskartuschen, batteriebetriebene Lampe, Kerzen, Streichhölzer, Werkzeug, Radio.

Persönliches: Wichtige Dokumente (Ausweise, Impfpässe), Bargeld, Kleidung (Zwiebelprinzip). 

Wichtige Hinweise

Rotation: Verbrauchen Sie ältere Vorräte zuerst und füllen Sie diese wieder auf, damit nichts verfällt.

Individuelle Bedürfnisse: Passen Sie die Liste an Allergien, Ernährungsgewohnheiten und Kinder an.

Notfallrucksack: Packen Sie einen Rucksack für den Fall einer plötzlichen Evakuierung.

Informationen finden sie auf der Homepage des BBK

Stromausfall

Ein flächendeckender Stromausfall kann durch Katastrophen oder Sapotage jederzeit vorfallen. Auf die dafür notwendigen Maßnahmen vorbereitet zu sein liegt in den Händen der Bevölkerung.

1. Es wird empfohlen, sich so vorzubereiten, dass Sie für 1-2 Wochen ohne Strom zuhause auskommen können.

2. Bewahren Sie Ruhe!

3. Beachten Sie die Warnsignale der Sirenen

4. Notkontakte

Im Falle eines längeren Stromausfalls sind die Feuerwehrhäuser besetzt und dienen als Notrufmeldepunkte.

Folgende Bereiche sind von einem Stromausfall betroffen:

Beleuchtung: Elektrisches Licht, Ampeln

Einkaufen: Supermärkte, Gastronomiebetriebe, Kassensysteme, elektrische Eingangstüren

Geld: Bankautomaten, sämtliche digitalen Zahlungssysteme und Überweisungen

Kommunikation: Mobilfunkmasten (fallen nach einigen Stunden aus), Festnetz, Internet, usw.

Lebensmittel: Kühlketten fallen aus; auch die Produktion z. Bsp. Backwaren usw.

Lebenswichtige Einrichtungen: Krankenhäuser, Polizeidienststellen, Rettungsdienste, Feuerwehr und der öffentliche Rundfunk verfügen über Notstromaggregate.

Nachrichten: netzbetriebene Empfangsgeräte

Mobilität: Züge, Straßen- und U-Bahnen/S-Bahnen Seilbahnen, Aufzüge

Private Abwasser-Hebeanlagen, sowie auf Strom angewiesene Anlagen zur Druckerhöhungen oder Wasseraufheizung funktionieren nicht mehr.

Sicherheit: Sicherungssysteme bei Gebäuden, Alarmanlagen, Feuermelder, Warnbeleuchtung

Treibstoff: kein Treibstoff steht zur Verfügung, Tankstellen und deren Zapfsäulen fallen aus.

Wärme: Elektroheizungen, Steuerung, Zündfunken und Umwälzpumpen von Zentral- und Gasheizungen,  Lüftung, Fernwärme und auch Wärmepumpen

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung kann bei einem längeren, flächendeckenden Stromausfall nach kurzer Zeit in nur noch auf eine Notversorgung, zum Teil nur an Einzelzapfstellen aufrechterhalten werden.

Weitere Informationen:

Feuer

Es gibt viele Ursachen für ein Feuer zu Hause oder in öffentlichen Gebäuden: Fehler in der Elektrizität, feuergefährliche Arbeiten, Unachtsamkeit im Haushalt, Fahrlässigkeit beim Grillen oder Überhitzung von Elektrogeräten. Das kann schwere Folgen haben.

Informieren sie sich über vorbeugenden Brandschutz und besorgen sie sich Materialien zur Brandbekämpfung (Feuerlöscher, Brandschutzdecke).

Wenn ein Feuer ausbricht, ist es wichtig, schnell und besonnen zu reagieren.

Dabei gilt immer: Bringen Sie sich nicht in Gefahr!

Im Brandfall bleiben im Schnitt 120 Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. Auf das richtige Verhalten  kommt es dabei an.

Versuchen Sie beispielsweise niemals, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen! Dabei kann es zu sogenannten Fettexplosionen kommen.

Erfahren Sie, welche Vorkehrungen Sie treffen können, um Brände zu vermeiden, und wie Sie gut handeln, wenn ein Feuer ausbricht.

Naturkatastrophen: Hochwasser, Sturm, Schnee, Hitze, Kälte,

Die Aufgabe von Feuerwehr und Katastrophenschutz ist die Gefahrenabwehr. Die Vorsorge ist Aufgabe des Einzelnen. Jeder, der von Hochwasser betroffen sein kann, ist verpflichtet, im Rahmen des ihm Möglichen und Zumutbaren Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserwirkungen und zur Schadensminderung zu treffen. 

Machen Sie sich frühzeitig Gedanken über:

Ein Hochwasser steht bevor

Wenn ein Hochwasser angekündigt wurde, das auch Sie betrifft, sollten Sie handeln.

Weitere Informationen:

Das Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie stellt Übersichtskarten u.a. für Naturkatastrophen zur Verfügung

Fließpfadkarten zeigen die Gefährdungslage an

Orkane, Tornados, Wirbelstürme, heftige Gewitter und Hagelschauer gehören auch in unseren Breiten zum Jahreslauf. Die Schäden sind Jahr für Jahr immens. Und das nicht nur durch Jahrhundertstürme.

Lose Äste, umstürzende Bäume, herabfallende Ziegel und Blumenkästen – bei einem Unwetter sollte man sich nicht im Freien aufhalten. Meiden Sie vor allem gefährdete Bereiche wie Wälder. Die Verletzungs-gefahr ist zu groß. Beachten Sie Warnmeldungen (deutscher Wetterdienst) und halten Sie sich auf dem Laufenden! Wetterwarnmeldungen gibt es auch bei starkem Schneefall, Eisglätte, starker Hitze und Kälte.

Wetterextreme gibt es schon immer, durch die Klima-erwärmung können sie sich häufen und stärker ausfallen. Darauf müssen sich die Gemeinden anpassen. Bei uns erarbeitet der Landkreis ein Klimaanpassungskonzept für die Landkreiskommunen. Dazu gehören die Wetterextremen Hitze, Kälte, Dürre, Starkregen. Auch sie können ihre Erfahrungen einbringen:

Folgende Maßnahmen können helfen die Auswirkungen zu reduzieren: Entsiegelung von Böden, Stadtgrün, Schwammstadtkonzept, klimatisierte Räume für Betroffene.  

Weitere Informationen:

Bereiten sie sich vor, damit sie im Notfall sich und ihre Angehörigen versorgen können.