Unsere Sicht der Dinge

13. Februar 2020

Zum Beitrag im OB von Herrn Munoz von der Umstädter SPD:

Bitte die Kirche im Dorf lassen. Was ist, wenn Herr Ramelow
mit den Stimmen der AfD gewählt würde?
Es ist unumwunden zuzugeben, dass die FDP-Vertreter in Thüringen – sei es aus
mangelnder Erfahrung, sei es aus falscher Einschätzung der Lage – einen Fehler
begangen haben. Aber nachdem der idealistische Versuch, eine
Minderheitsregierung der Mitte zu bilden, sofort an SPD und Grünen
scheiterte, wurde dieser auch unverzüglich beendet.
Jetzt sind die Scheinheiligen am Werk. Für Liberale sind AfD und Linke als
Extremparteien gleichweit entfernt. Die Linken sind zwar keine Nazis, aber auch
in ihrem Parteiprogramm steht, dass sie nichts von einem demokratischen
System halten. Bodo Ramelow hat auch nur eine Minderheitsregierung vertreten. Dieser Wolf im Schafspelz erklärte gerade am 7. Oktober 2019, dem 70. Gründungstag der DDR-Diktatur, „Die DDR war eindeutig kein Unrechtsstaat.“**
Schaut man, wer hinter Herrn Ramelow steht, dann findet man viele alte SEDKader.
Die wohl als Blumenwerferin nun bestens bekannte Vorsitzende war
Erstunterzeichnerin „Für eine antikapitalistische Linke“, eine politische Strömung, die von Verfassungsschutzbehörden als linksextremistisch eingestuft wird.
Es ist kaum zu glauben, aber für SPD und Grüne ist diese Partei zu wählen, eine
Minderheitsregierung der Mitte hingegen nicht. Es wird sehr interessant sein
mit zu erleben, ob Herr Ramelow sein Amt antritt, wenn er von der AfD mit
gewählt würde. An der Grundrichtung der FDP hat sich durch die Thüringer
Vorgänge nichts geändert. An ihr wird ein Miteinander der Demokraten nicht
scheitern, aber nach beiden Richtungen – gegen Rechts- und Linksaußen.
Heiko Listner, stv. Vorsitzender der FDP Groß-Umstadt

 

** Quelle Spiegel online, Berliner MoPo